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Heinrich Kämpchen (23. Mai 1847, Altendorf an der Ruhr – 6. März 1912, Linden, heute Bochum-Linden)

Heinrich Kämpchen war ein deutscher Bergmann und Arbeiterdichter.

Heinrich Kämpchen war Sohn eines Bergmannes und arbeitete selbst ab seinem dreizehnten Lebensjahr als Grubenarbeiter in der Zeche Hasenwinkel in Bochum-Linden. Zwischen 1872 und 1874 besuchte er die Bergvorschule in Dahlhausen. Obwohl er diese erfolgreich absolvierte verzichtete er auf seine Fortbildung zum Steiger. 1887 wurde er Invalide und lebte anschließend mit einer spärlichen Rente in großer Armut.

Von Ferdinand Lassalles Schriften beeinflusst, nahm er am großen Streik der Ruhrbergarbeiter 1889 teil, der zum Sturz des Reichskanzlers Otto von Bismarck maßgeblich beitrug. Kämpchens Gedichte erzielten öffentliche Wirksamkeit und brachten ihm eine Maßregelung als „Hetzer“ ein.

Er war einer der talentiertesten sozialistischen Dichter seiner Zeit, der vor dem Hintergrund der herben Schönheit seines geliebten Ruhrgebiets mit großer Emotionalität die Sorgen und Nöte der Bergarbeiter thematisierte. Sein Werk ist gekennzeichnet durch die Bevorzugung einer politischen Lyrik mit deutlichen Bezügen zu tagespolitischen Geschehnissen. Er verfasste auch den Text für das „Internationale Knappenlied“, das in sozialistischen Kreisen weite Verbreitung fand.


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