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Biographie
Salomon Hermann Mosenthal war ein zu seiner Zeit beliebter Dramatiker und Librettist.
Mosenthal entstammte einer verarmten deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie, betätigte sich seit seiner Schulzeit literarisch und zog 1842 nach Wien. Im Jahr der Märzrevolution 1848 veröffentlichte er sein Volksstück Deborah, das 1849 in Hamburg uraufgeführt wurde und dem Dichter einen Welterfolg bescherte. Sein populärstes Drama stellt die unglückliche Liebe einer jungen, schönen Jüdin zu einem Christen dar und thematisiert vor allem die Frage, ob und wie christliche Mehrheit und jüdische Minderheit in einem aufgeklärten Staat miteinander leben könnten:
"Und Christ und Jude werden – Menschen sein.
Wenn Bruderliebe unser einz'ger Glaube,
Dann ist die Stunde des Messias da." (Deborah, 4. Aufzug, 1. Auftritt)
Das bekannteste Werk von Mosenthal ist bis heute wohl sein Libretto zu Otto Nicolais komischer Oper Die lustigen Weiber von Windsor geblieben.
Seine internationale Popularität öffnete Salomon Herrmann Mosenthal die Tür zu einer für einen Juden seiner Zeit ungewöhnlich erfolgreichen Karriere: 1849 erhielt er "in absentia" den Doktortitel der Universität Marburg aufgrund einer von ihm eingereichten Abhandlung mit dem Titel "Über die Richtung der Poesie in älterer und neuerer Zeit" sowie in Würdigung seiner bereits veröffentlichten Werke, 1850 wurde Mosenthal in den ministerialen Staatsdienst aufgenommen, 1867 erhielt er den Titel eines Kaiserlichen Rates, vier Jahre später den Orden der eisernen Krone und den Titel eines Ritters.
1877 starb Salomon Hermann Ritter von Mosenthal in Wien im Alter von 56 Jahren und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Währing beerdigt.
Verwendete Quelle: Artikel Salomon Hermann Mosenthal in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. September 2008, 05:28 UTC.
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(Abgerufen: 26. Februar 2009, 16:26 UTC)
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