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Walter Ferl – An einen Verschollenen.     Zur Biographie

aus: 1914 - 1918, Eine Anthologie, Verlag der Wochenschrift Die Aktion (Franz Pfemfert), Berlin-Wilmersdorf, 1916, S. 32.



Einst, da unsere Augen sich gaben auf Altären,
Flamme brausend in Firmamente hell ...
In Hände Schalen Wein schwoll wie quillendes Blut,
Glocken durch Qualm – da, innerste Stimmen
Wie von Schatten der Seelen: Du ...
Wenn sie niemals gewesen wären ...
Tausend Jahre fielen. Menschen quälen sich einsam ...
In ferneres Antlitz erstarrt eine Träne.
Wo bliebst du? Sturmschrei im Sturze
Getöteter Leiber – und Stille, grausige –
Wohin? Unendliche Kähne
Frachten seitab ... Daß wir einmal uns liebten ...
Mein Herz schwillt mächtig über Blutrost und Rauch
Wie ein Woge weit..Krankend Beschwörung ..
Sieh auf! Antworte! Schlägt deines auch?




Walter Ferl - An einen Verschollenen