
Theodoro Duclere – Bucht von Nizza
Im dunklen Kranze der Berge
Seh' ich ein sonnig Thal;
Auf hohen Felsen wohnet
Die Blume im Sonnenstrahl
In stillen Buchten ruhen
Die Meereswogen aus,
Und weiße Segel gleiten,
Wie Vögel, still nach Haus.
Die alten Burgen schlummern
In grauer Sagen Nacht,
Und tief im Schluchtendunkel
Der Quell nur plaudernd wacht.
Die Küsten fernhin ziehen
Verschwimmend wie ein Traum;
Man sieht die Brandung steigen
So fern, man hört sie kaum.
Aus reichen Gärten winken
Mir weiße Villen zu,
Und auf dies Bild des Friedens
Sinkt leise die Abendruh'.