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Biographie

Dimitrie Bolintineanu (1826, Bolintina in der Walachei – 1. September 1872, Bukarest)

Dimitrie Bolintineanu, rumänänischer Dichter und Schriftsteller, [...], studierte im Kollegium St. Sava zu Bukarest und trat in den Staatsdienst, brachte sich aber durch politische Gedichte, die er veröffentlichte, um seine Stellung und begab sich mit Unterstützung der Societate litterare 1847 nach Paris. Das darauf folgende Jahr rief den jungen Dichter nach Bukarest zurück, wo er den »Poporul Suveran«, das Organ der demokratischen Nationalpartei, gründete, allein nach Einsetzung des Fürsten Stirbey 1849 proskribiert wurde. Bolintineanu wandte sich von neuem nach Paris und kehrte erst nach der Berufung Cusas nach Bukarest zurück. Er verfocht hier in dem Journal »Dimbovitia« dem Bojarentum gegenüber die nationale Politik und wurde vom Fürsten Cusa zum Kultusminister und, als er nach drei Monaten zurücktrat, zum lebenslänglichen Senator ernannt. Er starb 1. Sept. 1872 in Bukarest. Seine sehr geschätzten lyrischen Poesien und Balladen sind seit 1852 mehrfach und unter verschiedenen Titeln gesammelt erschienen, als: »Cantece si plangeri«, »Legendele nationale«, »Florile Bosforului«, »Basmele«, »Macedonele« und »Reveriile«. Auch schrieb Bolintineanu Memoiren seiner Reisen und einen ethischen, die Verderbnis des bojarischen Adels geißelnden Roman: »Manuilu«, der großes Aufsehen machte. Seine Gedichte erschienen gesammelt in 2 Bänden (Bukarest 1877), eine Auswahl in französischer Übersetzung erschien unter dem Titel: »Brises d'orient« (1866).

aus: Meyers Konversations-Lexikon, 1885, S. 163 f.

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