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Hendrik Conscience (3. Dezember 1812, Antwerpen – 10. September 1883, Elsene)

Prosa

Mutter Job AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Mutter Job, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1856
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Eine verworrene Geschichte AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Eine verworrene Geschichte, Dorfgeschichte, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1880
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Eine Stimme aus dem Grabe AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Eine Stimme aus dem Grabe, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1873
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Ein Opfer der Mutterliebe AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Ein Opfer der Mutterliebe, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1873
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Das Glück reich zu sein AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Das Glück reich zu sein, aus dem Flämischen von Dr. August Scheler, Mit 4 Original-Illustrationen J. Bertou, Verlag von August Schnee, Brüssel und Leipzig, 1855.
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Der Minnesänger AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Der Minnesänger, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster 1879
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Die Dorf-Plage AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Die Dorf-Plage, aus dem Flämischen von Dr. August Scheler, Mit 4 Original-Illustrationen J. Bertou, Verlag von August Schnee, Brüssel und Leipzig, 1855.
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Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Geschichte des Grafen Hugo von Craenhove und seines Freundes Abulfaragus, aus dem Flämischen von E. Zoller, Verziert mit zwanzig großen Bildern von Ed. Dujardin, Verlag der Frankh'schen Buchhandlung, Stuttgart, 1846
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Rikke-Tikke-Tak AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Rikke-Tikke-Tak, Deutsch von Joh. Wilh. Wolf, Illustrationen von Eduard Dujardin, Adolph Marcus, Bonn, 1852
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Abendstunden AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Abendstunden, Deutsch von Joh. Wilh. Wolf, Adolph Marcus, Bonn, 1846
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König Oriand AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, König Oriand, Eine Vlämische Heldensage, Illustrationen von Eduard Dujardin, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1872
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Die beiden Freunde AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Die beiden Freunde, aus dem Vlämischen, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1881
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Der Bahnwärter AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Der Bahnwärter, aus dem Vlämischen, Mit Abbildungen von Eduard Dujardin, Verlag der Aschendorff'schen Buchhandlung, Münster, 1873
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Der Geizhals AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Der Geizhals, aus dem Flämischen von Philipp Gigot, Mit Abbildungen von Eduard Dujardin, Verlag von Kießling und Comp, Brüssel und Leipzig, 1852
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Die hölzerne Clara AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Die hölzerne Clara, aus dem Flämischen von Rudolph Müldener, Mit Abbildungen von Eduard Dujardin, Verlag von Carl B. Lorck, Leipzig, 1850
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Wie man Maler wird AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Wie man Maler wird, wahre Geschichte eines Malers, der noch lebt, aus dem Flämischen von Otto von Schaching, Mit Abbildungen, Verlag von Friedrich Pustet, Regensburg und Rom, 1917
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Die blinde Rosa AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Die blinde Rosa, aus dem Flämischen von Rud. Müldener, Verlag von Carl B. Lorck, Leipzig, 1851
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Siska van Roosemal AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Siska van Roosemal wahre Geschichte einer Jungfrau, die noch lebt, aus dem Flämischen von Otto von Schaching, Mit Abbildungen, Verlag von Friedrich Pustet, Regensburg und Rom, 1917.
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Was eine Mutter leiden kann AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Was eine Mutter leiden kann, Eine wahre Geschichte, aus dem Flämischen von Otto von Schaching, Mit Abbildungen, Verlag von Friedrich Pustet, Regensburg und Rom, 1917.
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Baas Gansendonck AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Baas Gansendonck, aus dem Flämischen von O. L. B. Wolf, Mit Abbildungen, Verlag von Carl B. Lorck. 1850, Leipzig, 1850.
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Der Rekrut AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Der Rekrut, aus dem Flämischen von Philipp Gigot, Mit 4 Original-Illustrationen von Gd. Dujardin, Verlag von Kießling und Comp., Brüssel und Leipzig, 1850.
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Das Wunderjahr (1566) AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle

Hendrik Conscience, Das Wunderjahr (1566), historische Gemälde, aus dem sechzehnten Jahrhunderte, aus dem Vlämischen treu übersetzt, Friedrich Pustet, Regensburg, 1846.
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Hendrik Conscience (3. Dezember 1812, Antwerpen – 10. September 1883, Elsene)

Hendrik Conscience war ein flämischer Erzähler und Mitbegründer der flämischen Literatur.

Conscience war auf den Namen Henri getauft, schrieb sich selbst aber immer Hendrik. Sein Vater, der Franzose Pierre Conscience aus Besançon, war Schiffahrtsbeamter in Napoleons I. Marine. Er wurde 1811 zum Unter-Hafenmeister Antwerpens ernannt, das damals zu Frankreich gehörte. Hendriks Mutter, Cornelia Balieu, war Flämin. Nach dem Rückzug der Franzosen 1815 blieb Pierre in der Stadt und schlachtete abgewrackte Schiffe aus.

Hendrik wuchs in der Schiffsbedarfshandlung De Groene Hoek auf, in der alte eingelagerte Bücher sein Interesse für Literatur weckten. Nach dem Tod seiner Mutter 1820 heiratete der Vater 1826 die sehr viel jüngere Witwe Anna Catherina Bogaerts, die Hendrik Conscience oft in seinen Büchern beschreibt. Er verkaufte den Laden und bezog in den Kempen, mit der Familie einen kleinen Hof mit Garten. Während er in fernen Hafenstädten Schiffe aufkaufte, waren seine Söhne Hendrik und dessen Bruder mal wochen-, mal monatelang mit der Stiefmutter allein.

Autodidaktisch erwarb sich Hendrik Kenntnisse in Botanik, Medizin, den Naturwissenschaften und in der niederländischen Sprache. Mit 17 Jahren hatte er sich selber schon so viel beigebracht – vor allem Englisch –, dass er damit nach Antwerpen gehen und sich als Lehrer in angesehenen Lehranstalten ein Studium finanzieren konnte. 1830 ließ sich der junge Mann bei Ausbruch der Revolution überreden, in die neue belgische Armee einzutreten, zunächst für zwei, dann für fünf Jahre. Er diente in Kasernen in Venlo und Dendermonde, bis er 1836 als Feldwebel aus dem Dienst schied. Da er aber nach seiner Entlassung keine Rente erhielt, kehrte er ohne Beschäftigung in das Haus des Vaters zurück. Durch die Armee war Hendrik mit Flamen aus allen Schichten in Kontakt gekommen. Da er außerdem in regem Briefkontakt mit den Rederijkers in Antwerpen gestanden hatte, stand für ihn bald der Entschluss fest, sich der flämischen Bewegung zu widmen und in der der Bourgeoisie verachteten niederländischen Sprache zu schreiben. Eine Textpassage bei Guicciardini inspirierte ihn, eine Reihe von Szenen aus dem niederländischen Freiheitskampf niederzuschreiben, die unter dem Titel In 't wonderjaer 1566 1837 in Gent erschienen und Conscience über Nacht bekannt machten. Sein Vater betrachtete dies mit so viel Missfallen, dass er seinen Sohn vor die Tür setzte. Hendrik machte sich mit zwei Francs und einem Bündel Kleider nach Antwerpen auf. Sein alter Schulfreund Jan Alfried de Laet nahm ihn bei sich auf und führte ihn in den Antwerpener Kern der flämischen Bewegung ein. Schon bald interessierten sich einflussreiche Persönlichkeiten der dortigen Bohème für den talentierten, aber noch erfolglosen Mann. Sein Freund Gustave Wappers, Maler am Königshof, stellte ihn dem König vor, der nach dem Treffen mit Conscience den Wunsch äußerte, das Wonderjaer möge in den Bibliotheken aller belgischen Schulen verfügbar gemacht werden.

Im selben Jahr, 1837, veröffentlichte Conscience unter der Ägide Leopolds I. sein zweites Werk Phantasy, ein Sammelsurium aus Lyrik und Prosa, dessen mäßiger Erfolg ihn jedoch herb enttäuschte. Eine bescheidene Anstellung als Übersetzer im Provinzialarchiv, vermittelt von Wappers, befreite ihn vom ärgsten finanziellen Druck, und so konnte er 1838 mit dem Historienroman De leeuw van Vlaenderen seinen wahrscheinlich größten Erfolg vollenden. Der Roman schildert den Kampf der Flamen gegen die französische Unterdrückung, der in der sogenannten Schlacht der goldenen Sporen gipfelte. Der flämische Graf Gwijde von Dampierre will sich dem französischen König unterwerfen, in der Hoffnung, seine gefangen gesetzte Tochter befreien zu können. Königin Johanna von Navarra jedoch lässt den Grafen, seine Söhne und seine Gefolgschaft gefangen nehmen. Darauf vereinen sich Volk und Adel Flanderns im Hass gegen die Franzosen. Hauptfiguren sind die gegensätzlichen Charaktere Jan Breydel, der Führer der Metzgerzunft, und Pieter Deconinck, der Obermeister der Weber, als Vertreter des Volks sowie Graf Robert III. von Béthune, der "Löwe von Flandern", als Hauptfigur des Adels. Obwohl oder gerade weil der Roman die Historie etwas schönt und passend macht, bescherte er nicht nur der flämischen Kultur, sondern auch der flämischen Identität einen beispiellosen Auftrieb. Kritik an dem Roman versetzten Conscience' Ambitionen jedoch einen Rückschlag. Wegen seiner betont flämischen Haltung musste er auch seinen Platz im Archiv räumen. Seine Bücher wurden hoch gelobt, verkauften sich aber noch nicht so gut, dass er davon hätte leben können. So musste er für etwa 13 Monate sogar als Gärtner arbeiten, bis es 1841 Wappers, der zum Leiter der Akademie der Schönen Künste aufgestiegen war, gelang, Conscience zum Sekretär der Akademie zu berufen. Ihre Stellen behielten beide bis 1854.

Endlich begann Conscience' Werk, auf Resonanz zu stoßen. Hoe men schilder wordt (1843), Wat eene moeder lyden kann (1843), Siska van Roosemael (1844), Lambrecht Hensmans (1847), Jacob van Artevelde (1849) und De loteling (1850) machten ihn zunehmend populär. Auf einem flämischen Kongress in Gent 1841 wurden Conscience' Werke als der Same bezeichnet, von dem am ehesten eine nationalliterarische Ernte zu erwarten sei. Die Patrioten unterstützten daher ihre Verbreitung und priesen jedes neue Werk aus Conscience' Feder als Ehre für Belgien. 1845 wurde Conscience zum Ritter des Leopoldsordens geschlagen. Er hatte der niederländischsprachigen Literatur mehr und mehr den Ruf des Ordinären genommen und einen regelrechten Boom ausgelöst.

Im selben Jahr verfasste Conscience als Auftragsarbeit seine Geschiedenis van België, die er dem König widmete. Er stand nun am Zenit seines Genies, was ihm einige freilich so heftig neideten, dass er sich erschöpft und entmutigt in die Kempen zurückzog. Dort besann er sich wieder auf die Schilderungen flämischen Lebens zurück. Blinde Roza (1850), Rikke-tikke-tak (1851), De arme edelman (1851) und De gierigaerd (1853), die in dieser Zeit entstanden, zählen zu den wichtigsten seiner Romane. Sie beeinflussten direkt die neuere Belletristik, und Conscience fand zahlreiche Nachahmer.

1851 erschienen die ersten Übersetzungen seiner Erzählungen auf Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch und machten ihn über die Grenzen hinweg berühmt. Er hätte jetzt von seinem literarischen Schaffen leben können, wurde aber – zum Nachteil der Kunststadt Antwerpen – Kreiskommissar in Kortrijk. Auf diesem Posten in der abgelegenen Grenzstadt vereinsamte er zusehends und erreichte auch nicht mehr die Qualität seiner früheren Werke. Aus Briefwechseln dieser Zeit wird deutlich, dass wohl Geldsorgen der Grund dafür waren, dass sein Oeuvre so schnell anwuchs.

Der 1868 geschaffene Posten eines Inspizienten der Königlich-Belgischen Museen der Malerei und Bildhauerei in Brüssel sollte zur Sinekure für Conscience werden. Auch weiterhin schrieb er regelmäßig Romane. Er galt nun als eine der berühmtesten Persönlichkeiten Antwerpens; die Veröffentlichung seines 100. Buches wurde ebenso frenetisch von der Öffentlichkeit gefeiert wie sein 70. Geburtstag. Der Einweihung eines ihm geweihten Denkmals konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr beiwohnen. Nach langer Krankheit verstarb er in seinem Haus. Man ehrte ihn mit einem Staatsbegräbnis und setzte ihn im Antwerpener Schoonselhof bei.

Während die Niederlande auf eine jahrhundertealte, ruhmreiche Literaturtradition verweisen konnten, verhinderten Vorurteile einer Französisch sprechenden Bourgeoisie die Anerkennung der Sprache in den flandrischen Provinzen Belgiens. Die Abspaltung von den Niederlanden im Jahr 1830 hatte einen so großen Keil zwischen die beiden Brudervölker und ihre Sprachen getrieben, dass lange Jahre auf belgischer Seite kaum niederländischsprachige Literatur entstand. Genau in dieser Situation schuf Conscience eine niederländischsprachige Leserschaft und setzte sich für die nationale Bewusstwerdung ein.

1830 schrieb er: "Ich weiß nicht, wie es ist, aber ich bekenne, dass ich an den echten Flamen etwas unbeschreiblich Romantisches, Mysteriöses, Tiefgründiges, Energisches, ja Wildes finde. Sollte ich je die Fähigkeit zum Schreiben besitzen, werde ich mich mit ganzer Kraft der flämischen Komposition widmen." Die Gedichte, die er als Soldat schrieb, waren seine einzigen französischen Werke.

Dem geborenen Künstler gelang in seinem Schaffen eine seltene Verbindung aus Fantasie, Idealisierung und Realität. Er besaß ein ausgeprägtes Gefühl für Sprachmusik, besonders aber für Farben und Stimmungen. Die Fülle an romantischen Themen und Motiven, mit denen er sich beschäftigte, blieb in Belgien ohne Beispiel. Er war aber nicht nur der volkstümlichste Autor Flanderns, sondern nimmt wegen seiner an Sir Walter Scott und Victor Hugo anknüpfenden historischen Romane De leeuw van Vlaenderen, Jacob van Artevelde und De boerenkrijg (1798) und seiner mit Berthold Auerbach und George Sand vergleichbaren Landschaftsbeschreibungen und Idyllen auch einen hohen Stellenwert in der europäischen Literatur ein.


Lesen Sie mehr: Hendrik Conscience in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Hendrik_Conscience

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