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Biographie

René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke (4. Dezember 1875, Prag – 29. Dezember 1926, Valmont)

Rainer Maria Rilke wurde als Sohn des Eisenbahninspektors Josef Rilke und seiner Frau Sophie geboren.

Rilke besuchte ab 1882 die Volksschule, ab 1886 die Militärunterrealschule von St. Pölten und danach die Militäroberrealschule in Mährisch-Weißkirchen. Wegen Krankheit mußte er 1891 den Schulbesuch abbrechen und bereitete sich daraufhin privat auf das Abitur vor, das er 1895 bestand. Kurz zuvor erschien Rilkes erster Gedichtsband »Leben und Lieder«.

Nach dem Abitur schrieb sich Rilke 1895 an der Prager Universität für Philosophie sowie Kunst- und Literaturgeschichte ein – 1896 wechselte er zu den Rechtswissenschaften. Während des Studiums veröffentlichte er weiterhin zahlreiche Gedichte und Erzählungen.

Ende 1896 zog Rilke nach München, später nach Berlin, um dort Kunstgeschichte und Ästhetik zu studieren. Nun wurden auch Theaterstücke Rilkes aufgeführt.

Rilke reiste in den folgenden Jahren viel und lernte viele der bedeutenden Künstler jener Zeit kennen. Dabei gelangte er u. a. auch nach Rußland und traf dort Pasternak und Tolstoi.

Im April 1901 heiratete er Clara Westhoff, die er ein Jahr zuvor kennengelernt hatte. Noch im gleichen Jahr wurde Tochter Ruth geboren. Im August 1901 zog Rilke mit seiner Frau nach Paris um.

Die folgenden Jahre waren geprägt von vielen Reisen und seinen zahlreichen Veröffentlichungen sowie Vorträgen die er auf seinen Reisen gab. Im September 1914 verließ Rilke Paris und kehrte wieder nach München zurück.

Wegen des Ersten Weltkriegs wurde Rilke im November 1915 zum Militärdienst einberufen. Der Versuch sich zurückstellen zu lassen mißlang und er begann im Januar 1916 seinen Dienst als Schreiber im Kriegsarchiv von Wien. Schon im Juni konnte er aber wieder nach München zurückkehren.

Bei einigen Reisen durch die Schweiz traf Rilke die Brüder Reinhart, mit denen er Freundschaft schloß und die ihn zu fördern begannen. Als Rilke das Chateau de Muzot bei Sierre im Wallis entdeckte mieteten es die Brüder Reinhart für ihn und kauften es ihm schließlich. Das Chateau de Muzot wurde nun der Lebensmittelpunkt Rilkes.

Ende 1923 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und er war gezwungen mehrere Monate in Sanatorien zu verbringen. Nach einer zeitweisen Verbesserung seines Zustandes mußte er im Dezember 1925 erneut ins Sanatorium, wo bei ihm Leukämie diagnostiziert wurde. Im Mai 1926 verließ er das Sanatorium, mußte aber im Dezember wieder eingeliefert werden.

Am Morgen des 29. Dezembers 1926 starb Rainer Maria Rilke im Sanatorium von Valmont an Leukämie.

Rainer Maria Rilke wurde zu einem der bedeutendsten Lyriker und Prosaisten in deutscher Sprache. Auch als Kunstkritiker und Übersetzer errang er hohes Ansehen.

Weiter Informationen im lesenswerten Artikel Rainer Maria Rilke. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 23. Mai 2008, 12:25 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rainer_Maria_Rilke&oldid=46394974
(Abgerufen: 3. Juni 2008, 08:13 UTC)
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