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Franz Viktor Werfel (10. September 1890, Prag – 26. August 1945, Beverly Hills)

Prosa

Die Versuchung AcrobatReader PDF    epub ePub    MobiPocketReader/Kindle Mobi/Kindle    Kindle azw3/Kindle    Flash Flash    Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Die Versuchung, Ein Gespräch, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, o. J.


Nicht der Mörder, der
Ermordete ist schuldig
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Franz Werfel, Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig, Kurt Wolff Verlag, München, 1922


Bocksgesang Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Bocksgesang, Kurt Wolff Verlag, München, 1921

Der Besuch aus dem Elysium Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Der Besuch aus dem Elysium, Romantisches Drama, Kurt Wolff Verlag, München, 1920

Der Gerichtstag Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Der Gerichtstag in fünf Büchern, Kurt Wolff Verlag, München, 1919

Die Mittagsgöttin Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Die Mittagsgöttin, Ein Schauspiel, Kurt Wolff Verlag, München, 1919

Schweiger Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Schweiger, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, o. J.

Spielhof Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Spielhof, Eine Phantasie, Kurt Wolff Verlag, München, 1922

Lyrik

Der Weltfreund Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Der Weltfreund, Erste Gedichte, Kurt Wolff Verlag, München, 1920

Einander Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Einander, Oden, Lieder, Gestalten, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1915

Gesänge aus den drei Reichen Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Gesänge aus den drei Reichen, Ausgewählte Gedichte, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1917

Spiegelmensch Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Spiegelmensch, Magische Trilogie, Kurt Wolff Verlag, München, 1923

Wir sind Digitalisat Digitalisat

Franz Werfel, Wir sind, Gedichtee, Kurt Wolff Verlag, München, 1922

Übersetzungen

Die Troerinnen des Euripides Digitalisat Digitalisat

Die Troerinnen des Euripides in deutscher Bearbeitung von Franz Werfel, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1915

Winde von Mittag nach Mitternacht Digitalisat Digitalisat

Otokar Brezina, Winde von Mittag nach Mitternacht in deutscher Nachdichtung von Emil Saudek und Franz Werfel, Kurt Wolff Verlag, München, 1920


Franz Viktor Werfel (10. September 1890, Prag – 26. August 1945, Beverly Hills)

Franz Werfel war ein österreichischer Schriftsteller.

Franz Werfel war üdischer Herkunft mit deutschböhmischen Wurzeln, der aufgrund der nationalsozialistischen Herrschaft ins Exil ging und 1941 US-amerikanischer Staatsbürger wurde. Er war ein Wortführer des lyrischen Expressionismus. In den 1920er und 1930er Jahren waren seine Bücher Bestseller. Seine Popularität beruht vor allem auf seinen erzählenden Werken und Theaterstücken, über die aber Werfel selbst seine Lyrik setzte. Mit seinem Roman Verdi. Roman der Oper (1924) wurde Werfel zu einem Protagonisten der Verdi-Renaissance in Deutschland. Besonders bekannt wurden sein zweibändiger historischer Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh 1933/47 und Das Lied von Bernadette aus dem Jahr 1941.

Franz Werfel wurde 1890 in Prag als Sohn des wohlhabenden Handschuhfabrikanten Rudolf Werfel und dessen Frau Albine, geb. Kussi, geboren. Die Familie gehörte dem deutsch-böhmischen Judentum an. Die Frömmigkeit seiner tschechischen Kinderfrau, der Besuch der Privatvolksschule der Piaristen und die barocke Katholizität seiner Heimatstadt prägten den jungen Werfel. Seine Reifeprüfung legte Werfel 1909 am Deutschen Gymnasium Stefansgasse in Prag ab. Schon während seiner Schulzeit veröffentlichte er Gedichte.

Mit den Schriftstellern Willy Haas, Max Brod und Franz Kafka sowie dem Schauspieler Ernst Deutsch und dem Literaturagenten Ernst Polak, seinem ehemaligen Mitschüler, war Werfel ein Leben lang befreundet.

Seine Schwester Marianne Rieser wurde als Schauspielerin bekannt.


1910 absolvierte Werfel ein Volontariat bei einer Hamburger Speditionsfirma. Zwischen 1911 und 1912 leistete er Militärdienst auf dem Prager Hradschin. Von 1912 bis 1915 war er Lektor beim Kurt Wolff Verlag in Leipzig. Unter seiner Mitverantwortung erschien die expressionistische Schriftenreihe Der jüngste Tag. Werfel begegnete Rainer Maria Rilke und schloss Freundschaft mit Walter Hasenclever und Karl Kraus, mit dem er sich später überwarf. Er publizierte u. a. auch in der ungarischen deutschsprachigen Zeitung Pester Lloyd.

Zwischen 1915 und 1917 diente Werfel an der ostgalizischen Front. 1917 wurde er ins Wiener Kriegspressequartier versetzt.

Werfel lebte die folgenden zwei Jahrzehnte in Wien und schloss hier Freundschaft mit Alma Mahler, der Witwe Gustav Mahlers und Ehefrau von Walter Gropius. Unter Almas Einfluss zog er sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück, ging aber oft auf Reisen, so z. B. nach Breitenstein am Semmering, Santa Margherita Ligure und nach Venedig. Während seiner zweiten Nahostreise Anfang 1930 traf er in einem Waisenhaus in Syrien Überlebende des Völkermordes an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges. Diese Begegnung inspirierte ihn zu seinem Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh, in dem das Schicksal von etwa 5000 Armeniern geschildert wird, die sich vor der osmanischen Armee auf den Berg Musa Dagi (Mosesberg) geflüchtet hatten.

1918 brachte Alma, noch während ihrer Ehe mit Walter Gropius, Werfels mutmaßlichen Sohn Martin Carl Johannes zur Welt, der 1919 verstarb. Am 7. August 1929 heiratete Werfel Alma Mahler, die 1920 von Gropius geschieden worden war. Friedrich Torberg beschreibt sie in Die Erben der Tante Jolesch als "Frau von gewaltigem Kunstverstand und Kunstinstinkt. Wenn sie von jemandes Talent überzeugt war, ließ sie für dessen Inhaber – mit einer oft an Brutalität grenzenden Energie – gar keinen anderen Weg mehr offen als den der Erfüllung". Am Höhepunkt seiner amerikanischen Bestsellererfolge sagte Franz Werfel zu seinem Freund Friedrich Torberg: "Wenn ich die Alma nicht getroffen hätte – ich hätte noch hundert Gedichte geschrieben und wäre selig verkommen ..." Laut Torberg hatte Werfel "oft und oft davon gesprochen, wie unvorstellbar ein Leben ohne Alma für ihn gewesen wäre".

1935 starb seine an Kinderlähmung erkrankte Stieftochter Manon Gropius.

Nach dem "Anschluss" Österreichs ließ sich Werfel, der sich schon im Winter 1937/1938 mit seiner Frau im Ausland aufgehalten hatte und nach dem Anschluss nicht mehr zurückkehrte, mit Alma in Sanary-sur-Mer in Südfrankreich nieder, wo auch andere Emigranten lebten. 1940, als die Wehrmacht große Teile Frankreichs besetzte, fand er Zuflucht in Lourdes, und Werfel gelobte, falls er gerettet würde, ein Buch über die heilige Bernadette zu schreiben. Zu Fuß überquerte er mit seiner Frau Alma, Heinrich, Nelly und Golo Mann die Pyrenäen nach Spanien. Das Ehepaar erreichte von dort Portugal und emigrierte in die USA, nach Beverly Hills und Santa Barbara. Werfel erhielt 1941 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1943 wurde sein Roman Das Lied von Bernadette mit Jennifer Jones in der Titelrolle mit großem Erfolg verfilmt.

1943 verschlimmerte sich Werfels Angina Pectoris, und er erlitt zwei Herzanfälle. 1945 starb Werfel im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Er wurde in Beverly Hills auf dem Rosedale Cemetery begraben. 1947 wurde ihm von Theodor Körner, Bürgermeister der Stadt Wien, ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof reserviert, die Grabstelle in Beverly Hills zu einem Ehrengrab aufgewertet. Auf Basis einer vom Kulturamt der Stadt Wien sowie der Österreichischen Gesellschaft für Literatur 1974 gefassten Initiative wurden Werfels sterbliche Überreste 1975 nach Wien überführt und am 21. Juli 1975 auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt (Ehrengrab Gruppe 32 C, Nummer 39).Posthum erhielt Werfel im Jahr 2006 die armenische Staatsbürgerschaft verliehen.

Das Zentrum gegen Vertreibungen vergibt den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis.

Die Österreichische Austauschdienst-Gesellschaft vergibt das Franz-Werfel-Stipendium für junge Universitätslehrende, die sich schwerpunktmäßig mit österreichischer Literatur beschäftigen.



Verwendete Quelle: Artikel Franz Werfel in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Werfel

Dieser Artikel (Quellenangabe) basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht seit Juli 2009 unter der Creative Commons Attribution/Share-Alike-Lizenz – vormals GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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