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Edith Wharton (24. Januar 1862, New York City – 11. August 1937, Saint-Brice-sous-Forêt)

Prosa

Der Roman The Fruit of the Tree von Edith Wharton liegt jetzt erstmals in deutscher Übersetzung, Des Baumes Frucht, vor.

Des Baumes Frucht Digitalisat Digitalisat     ePub Amerikanische Ausgabe

epub »Das Besondere ePub« von brucewelch/MobileRead

Übersetzung brucewelch (© 2016 by barsto), nach der amerikanischen Originalausgabe: The Fruit of the Tree, Charles Scribner's Sons, New York, 1907
copyrighted Lizenz (CC BY-NC-ND 3.0 DE)


Edith Wharton (24. Januar 1862, New York City – 11. August 1937, Saint-Brice-sous-Forêt)

Edith Wharton, geborene Edith Newbold Jones, war eine amerikanische Schriftstellerin und Verfasserin sozialkritischer Romane.

Edith Wharton wurde als Tochter von George Frederic Jones und Lucretia Stevens Rhinelander in New York City geboren. Sie hatte zwei ältere Brüder, Frederic Rhinelander Jones und Henry Edward Jones. Wharton wurde in eine aristokratische Familie hineingeboren, deren Geschlecht seit 300 Jahren mit New York verbunden war. Ihre Kindheit drehte sich um perfektes Benehmen und die gesellschaftliche Repräsentation. Sie wurde ausschließlich zu Hause mit Hilfe der väterlichen Bibliothek unterrichtet. In ihrem späteren Leben kämpfte sie gegen diese Art der Erziehung und den gesellschaftlichen Zwang.

Sie begann früh zu lesen, sich hineinzudenken, daraus Geschichten zu erfinden und diese ihrem aus Europa stammenden Kindermädchen vorzuspielen. Edith heiratete 1885 Edward Robbins "Teddy" Wharton, einen zwölf Jahre älteren Bankier aus Boston. Gemeinsam bewohnten sie ein Haus in New York, später lebten sie auf Rhode Island und in Massachusetts. Doch sie war nicht glücklich. Sie fand heraus, dass ihr Mann Geld für jüngere Frauen ausgab. Die Ehe zerbrach langsam. Geflüchtet nach Paris begann sie 1908 eine Affaire mit dem für The Times schreibenden Journalisten Morton Fullerton, einem bisexuellen Lebemann. Er war die große Liebe ihres Lebens und durch ihn entwickelte sie sich zu einer sexuell befreiten Frau. Diese Beziehung hielt aber nur drei Jahre. Bald lebte sie allein in Paris. Ihre eigene Geschichte weckte die Lust am Schreiben. Reale Personen finden sich in ihren Werken wieder. Sie wurde schnell bekannt und konnte als Autorin bequem leben. Whartons erstes Buch, The Decoration of Houses, erschien 1897.

1913 wurde die kinderlose Ehe mit Edward Wharton geschieden. Sie heiratete nie wieder. Stattdessen reiste sie viel und half Flüchtlingen während des Ersten Weltkriegs. Wharton schrieb Berichte über den Krieg für amerikanische Zeitungen. Sie reiste nur noch einmal nach Amerika, um 1920 den Pulitzer-Preis für The Age of Innocence entgegenzunehmen.

Viele Intellektuelle ihrer Zeit, unter anderem Theodore Roosevelt, F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway trafen sich in ihrem "Salon", um Gedanken auszutauschen. Wharton pflegte eine innige platonische Freundschaft mit Henry James. Unter ihren Freunden waren Walter Van Rensselaer Berry und Bernard Berenson, mit denen sie 1913 durch Deutschland reiste. Wharton besaß zwei Häuser in Frankreich, eines im Norden von Paris, den Pavillon Colombe, eines bei Hyères, das Castel St. Claire. Heute sind Schloss und der 6500 Quadratmeter große Park, in dem seltene südamerikanische und australische Pflanzenarten wachsen, Eigentum der Stadt Hyères und zu besichtigen.

Im August 1937 verstarb sie infolge eines Schlaganfalls. Ihr Grab befindet sich auf dem Cimetière des Gonards in Versailles. Auf ihrem Grabstein ist zu lesen: "O Crux Ave Spes Unica" – "Heiliges Kreuz, unsere einzige Hoffnung, sei gegrüßt!"

Whartons zentrale Themen waren soziale Konflikte, unterdrückte Sexualität, veraltete gesellschaftliche Strukturen und der Stand der Neureichen. Ihre Literatur wurde von ihrem Tod bis in die 1970er Jahre hinein als altmodisch angesehen. Durch ihre Biographie sowie Buchverfilmungen, wie beispielsweise Martin Scorseses filmische Adaption ihres Romans The Age of Innocence, die im deutschsprachigen Raum unter dem Titel Zeit der Unschuld (1993) gezeigt wurde, entstand neues Interesse an ihren Werken.


Verwendete Quelle: Artikel Edith Wharton in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Edith_Wharton
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