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Matthias Blank – Das Doktorle

Erzählung aus der Kriegszeit

Aus: Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens, Jahrgang 1915, Dritter Band, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig, 1915


Annemarie Brandenstein stand an dem hohen Fenster, lehnte sich an die Seitenbrüstung und sah sinnend hinunter nach dem Kai de la Batte, auf dem das Leben seinen gewohnten Gang ging. Es schien ihr nur, als wären die vielen Menschen dort unten, die ja wohl täglich die Verkaufsstände umdrängten, unruhiger als sonst, als würde weniger gekauft, als gälte die heutige Erregung weniger den Früchten und den Trödlerwaren, die in Lüttich auf den Maaskaien ähnlich wie auf den Seinekaien in Paris feilgeboten werden.

Dabei dachte Annemarie Brandenstein an ein anderes Bild, an den Markt der kleinen Stadt, auf den sie so oft von der elterlichen Wohnung hinuntergesehen hatte, wo sich die Frau Provisor mit der Frau Sekretär begegnet war, wo der Kaufmann Schwerdtlein immer vor seinem Laden stand, um alle Vorübergehenden freundlich zu grüßen, während der Lehrling mit den großen Ohren die Kunden zu bedienen hatte.

Und doch waren schon Jahre vergangen, seit sie das geträumte Bild nicht mehr gesehen hatte.

Ahnungslos hatte sie in der kleinen Stadt gelebt, immer in dem Glauben, als müßte die Mutter reich sein, die in zärtlicher Besorgtheit dem einzigen Kinde, in dem sie eine Ähnlichkeit mit dem längst gestorbenen Gatten gesehen, ihr Vermögen geopfert hatte. Erst als die gute Mutter gestorben war, da hatte Annemarie erfahren müssen, daß sie mit ihr noch mehr verloren hatte. Mit einem Male war sie arm. Nur wenige hundert Mark waren ihr geblieben.

Aber Annemarie war zu stolz, um von der Gnade und von den Geschenken der Verwandten zu leben. Lieber wollte sie sich ein eigenes Schicksal zurechtzimmern.

Da war es ihr, als wäre ihr die kleine Stadt mit einem Male zu klein geworden, als könnte sie nicht länger von jenem Eckfenster aus auf den Markt hinunterschauen, wo sie alles daran erinnern mußte, daß ihr die Mutter fehlte.

Der Stolz, auch in der Armut den Weg zu finden, hatte sie dazu getrieben, in der Fremde sich eine eigene Existenz zu gründen. Dieser Stolz war es und dann auch die Furcht, immer noch dem jungen Arzt zu begegnen, der der Mutter doch nicht hatte helfen können.

Das Doktorle! Er war wirklich noch sehr jung, hatte einen hellblonden Schnurrbart und große blaue Augen, die bei den Kranken bald Vertrauen gewannen. Und das Doktorle hatte den Hut immer besonders tief gezogen, wenn er unten über den Marktplatz gegangen war und sie am Eckfenster gesehen hatte. Und dabei hatten sich ihre Wangen immer dunkel gefärbt, sie hatte dabei das heiße Blut gefühlt und hatte dies wie eine stille Freude empfunden. Und einmal hatte das Doktorle zu ihr gesagt: »Wenn ich nach dem Marktplatze komme, muß ich immer zuerst nach Ihrem Eckfenster sehen. Mir ist es, als hätte ich bei allen meinen Kranken eine viel glücklichere Hand, wenn Sie mir zugenickt haben.«

Aber ihrer Mutter hatte das Doktorle doch nicht helfen können. Zuerst war es ihr immer gewesen, als müßte das Liebe sein, dieses Suchen und Finden, dieses Grüßen und diese Händedrücke, in denen ein heimliches Verstehen gewesen war. Als aber die Mutter tot war, da hatte sie dem Doktorle die Hand nicht mehr geben können, als trüge er irgendwelche Schuld, weil er nicht geholfen hatte.

Nun wußte sie es freilich schon lange, daß der Mutter kein Arzt hätte Hilfe bringen können, daß es gegen die Krankheit, an der sie gestorben, kein Mittel gab.

Sie strich mit dem Handrücken über die Stirn. Warum alte Wunden aufreißen?

Annemarie Brandenstein wußte, daß sie erst ganz allein war, als sie die kleine Stadt verlassen hatte. Als Erzieherin war sie zuerst in Antwerpen, dann in Brüssel gewesen – und nun in Lüttich; es war, als führte sie eine unbezwingbare Sehnsucht immer näher der Heimat zu.

Trübe Jahre waren es gewesen. Sie hatte fühlen gelernt, wie einsam sie war unter diesen fremden Menschen, die ein deutsches Empfinden nie verstehen, die stets nur über deutsche »Sentimentalität« lachen. Sie war immer die gewesen, der man nicht mehr als den ausbedungenen Lohn zu geben hatte, wofür man diese und jene Tätigkeit beanspruchen durfte. Viele schlimme Tage hatte sie schon erlebt, viel Not erlitten. Viele schlimme Worte hatte sie schon hören müssen, denn überall in Belgien war französisches Wesen bevorzugt worden, während man gegen Deutsche Verachtung, wenn nicht gar Haß zeigte.

Wie viel hatte sie schon stumm ertragen müssen!

Und trotzdem war sie im Auslande geblieben, wie aus Trotz, aus Stolz.

Daß die Sehnsucht alle Gedanken schon wie leichtbeschwingte Vögel nach der Heimat zurückgesandt hatte, das wußte nur sie allein.

»Da stehen Sie wieder? Ich bezahle Sie doch nicht, damit Sie zum Fenster hinausstarren!«

Eine schrille Stimme schreckte sie auf. Madame Mourron war in das Zimmer getreten, ohne daß Annemarie das Knarren der Tür gehört hatte.

Erschrocken wandte sie sich um. »Verzeihung –«

»Das ist ein leichtgesagtes Wort. Man sollte wirklich nicht immer so nachsichtig sein, am wenigsten gegen Deutsche!«

Madame Mourron war eine hagere Gestalt mit knochigem Gesicht und schwarzen, sehr beweglichen Augen.

»Befehlen Sie irgend etwas?« fragte Annemarie.

»Sie wissen doch, was Ihre Pflicht ist! Aber die Deutschen lügen ja immer Gehorsam vor und Unterwürfigkeit. In Wirklichkeit sind sie feig und brutal zugleich.«

»Aber Madame –«

»Ist das nicht feig und brutal, wenn deutsche Truppen unsere Grenze überschreiten? Aber unsere Truppen werden sich mit den französischen vereinen, und dann werden die Prussiens paarweise zurückgetrieben, die nur vor Hunger unser reiches Belgien plündern möchten. Zunächst werden sie sich an den Mauern Lüttichs die Köpfe einrennen.«

Annemarie wußte nur wenig von dem, was draußen geschehen war, denn Madame Mourron liebte es nicht, daß die Erzieherin mit Zeitunglesen die Zeit vertrödelte.

Und nun war Krieg! Gehörte sie in dieser Zeit nicht in die Heimat? War es da nicht ihre Pflicht, auch mitzuwirken, daß Deutschland die schwere, die eherne Zeit siegreich überstehen konnte? Rief in Kriegesnot das Vaterland nicht alle Söhne und Töchter?

Deshalb also die Erregung unten auf dem Kai de la Batte! Deshalb waren an diesem Tage ihre Erinnerungen mit noch mehr Sehnsucht in die Heimat zurückgeirrt!

»Darf ich dann um meine Entlassung bitten?« sagte sie. »Ich will nach Deutschland zurück.«

»Was fällt Ihnen ein? Ich habe Sie bezahlt, und deshalb müssen Sie bleiben. Hier haben Sie zu arbeiten! Hier bekommen Sie wenigstens zu essen, während sich in Deutschland jetzt bereits die Hungersnot bemerkbar macht, wie alle Zeitungen mitteilen. Ich hab' es mir schon gedacht, daß Sie davonlaufen möchten. Aber ich habe wohlweislich den Schlüssel Ihres Koffers abgezogen, damit Sie hübsch dableiben und Ihren Dienst versehen, für den Sie bezahlt werden.«

»Aber mein Koffer –«

»Ich stehle Ihnen nichts! Wenn Sie aus dem Koffer etwas brauchen, dann können Sie das in meiner Gegenwart herausnehmen. Jedenfalls haben Sie zu bleiben, denn wo soll ich jetzt einen Dienstboten bekommen, gerade jetzt, da bei uns ein französischer Offizier einquartiert wird, der unsere Stadt gegen die Sauerkrautfresser mit verteidigen wird. Sie bleiben hier! Seien Sie nur froh, wenn Sie nicht als Spionin eingesperrt werden, denn doch nur, um zu spionieren, gehen die Deutschen ins Ausland.«


* * *


Es war am Abend. Im Westen leuchtete der Himmel blutigrot, als wollte er dadurch kommende blutige Tage andeuten.

Und da stieg die Angst in Annemarie auf.

Die Heimat – die ferne Heimat! Sie mußte zurück, durfte nicht in der Fremde bleiben!

Was lag an dem Wenigen, das sie in dem versperrten Koffer zurücklassen mußte! War dies nicht das geringste Opfer, das sie bringen mußte?

Ein wildes Schreien von der Straße herauf erschreckte sie. Es war ein Johlen und Pfeifen, dann ein gellendes Aufkreischen wie ein Hilferuf in Todesangst, dann wieder Pfeifen und Johlen.

Annemarie eilte zum Fenster des Salons, um zu sehen, was dort unten geschah.

Auf der Straße drängten sich die Menschen, junge bartlose Burschen, die Mütze tief in die Stirne gezogen, ältere Männer, die auch besser gekleidet waren, viele Arbeiterinnen, die aus der Vorstadt Outremeuse kamen. Und alle drängten einer kleinen Gruppe zu, einer Frau, die an den Händen zwei Kinder führte.

Dieser Frau galt das Schreien, galt das Schimpfen, dieser armen Frau, der der Hut vom Kopfe gerissen war, der das Kleid in Fetzen hing.

Eine Deutsche, die aus den Greueln dieser Stadt fort und ihre Kinder und sich selbst retten wollte.

Da schlug eine andere Frau mit dem Schirme nach einem der Kinder, das laut aufschrie.

Und die Menge johlte dazu.

Das also war das Schicksal einer Deutschen, die wehrlos in der Fremde war!

Annemarie sah mit aufeinandergepreßten Lippen hinunter. Sie konnte nicht helfen. Sie mußte eher daran denken, daß es ihr ebenso ergehen würde, wenn sie auf den Straßen als eine Deutsche erkannt würde.

Aus einer Seitenstraße drängte sich bereits ein neuer Volkshaufe heraus, der ebenfalls einige Deutsche umringt hatte, die mit Schimpfworten und den wildesten Drohungen überhäuft wurden. Einem Manne rann das Blut aus einer Stirnwunde über das Gesicht.

Da hielt Annemarie Brandenstein die Hände wie schützend vor die Augen und trat vom Fenster zurück.

»Ah, da ist ja die schöne Deutsche!«

Der französische Offizier, dessen Einquartierung Madame Mourron mitgeteilt hatte, stand in der Tür, die er, ohne anzuklopfen, geöffnet hatte. Da die Gesellschafterin ja »nur« eine Deutsche war, so glaubte er, alle Formen vergessen zu dürfen. Er ergriff ihren Arm und versuchte sie an sich zu ziehen.

Aber sie riß sich los. »Schämen Sie sich! Sie vergessen, daß ein Offizier immer Kavalier sein mußt« rief sie mit zornbebender Stimme.

»Oho! Sie sind eine Feindin, noch dazu eine Gefangene. Und als solche müssen Sie gegen die Sieger –«

»Wo haben Sie gesiegt?« Ihre Augen flammten im Zorn.

»Wir werden siegen, die Deutschen werden sich ergeben müssen wie Sie!« Lachend umfaßte er ihre zitternde Gestalt. »Wir werden uns zur Revanche zunächst die Küsse der schönen deutschen Mädchen holen.«

Da nahm Annemarie alle Kraft zusammen, schlug den Frechen mitten ins Gesicht, daß er unwillkürlich zurückwich. Und es gelang ihr, die Tür zu erreichen.

Mit raschen Schritten eilte sie durch den Korridor nach ihrem Zimmer. Sie schlug die Türe zu und drehte den Schlüssel, der innen im Schlosse steckte, zweimal um.

Dann blieb sie mit heftig pochendem Herzen stehen, beide Hände gegen die heißen Schläfen pressend.

Würde er folgen? Würde er es wagen?

In diesem Augenblicke erschütterte ein donnerndes Krachen das Haus.


* * *


Bei dem abendlichen Licht bot sich ein eigenartiger Blick auf die breite Maas.

Im schönen Vesdretal steigen Hügel auf mit Wäldern und Wiesen. Dörfer sind zu sehen mit blühenden Gärten, die Luft ist rein und durchsichtig klar.

Immer deutlicher wird das Bild der Stadt, dieser großartigen, gleichzeitig uralten und doch so sehr modernen Stadt.

Am Fuße des Berges der alten Zitadelle drängen sich die Häuser, die sogar den Hang selbst emporklettern, dicht zusammen. Das ist die Altstadt mit den engen Gassen, aus denen die alten Kirchen mächtig emporstreben. Deutlich zeichnen sich der spätgotische Prachtbau von Sankt Jakob, die Kathedrale von Sankt Paul und mit ihren einfachen, strengen Formen die Kirche von Sankt Martin ab.

Die Nacht war noch nicht hereingebrochen, da zischte über den Himmel in einem mächtigen Bogen eine flammende Linie, die mit einem donnernden Krachen zerbarst und wie feuerspeiend niederfiel. Irgendwo aus dem Dunkel war der Schuß gekommen.

Und sofort kamen von allen Seiten andere. Schrapnellsplitter pfiffen, und schwere Haubitzengeschosse schlugen ein.

Und zwischen den Hügeln hervor, als hätte die Erde sie alle ausgespieen, huschend wie Schatten, drängten graue, in der Nacht kaum sichtbare Gestalten nach vorwärts.

Da und dort erklangen gedämpft Kommandorufe.

Und alle diese kleinen Gruppen, die scheinbar von den rechts und links ebenfalls Vordrängenden nichts wußten, schienen doch das gleiche Ziel zu haben.

Vorwärts – nur vorwärts! – – –

Annemarie horchte erschreckt auf. Als aber das Krachen sich immer wiederholte, als draußen in der Nacht da und dort Feuerzungen gierig gegen den Himmel strebten, da wußte sie, was in dieser Nacht vor sich ging.

Kriegt Das war der Krieg!

Aber dann konnten es doch nur die Deutschen sein, die die Stadt bestürmten. Dann konnte es ja gar nicht wahr sein, was in den belgischen und französischen Zeitungen zu lesen gewesen war, daß die Deutschen überall bedrängt und zurückgeworfen worden seien.

Die Deutschen kamen in dieser Nacht!

Annemarie faltete die Hände und betete. Für die Heimat betete sie, für den deutschen Sieg.

Schluchzend barg sie das Gesicht in den Kissen ihres Lagers.

–  –  –  –  –  –  –  –  –  –  –  –  –  –  –

Der Morgen graute. Im Zwielicht kam der neue Tag herauf. Nur ganz selten war noch ein Schuß zu hören. Der Himmel war wolkenlos, und von den drohenden Gespenstern der Nacht war nichts mehr zu spüren.

Annemarie ging ruhelos in ihrem Zimmer auf und nieder.

Aufhorchend blieb sie plötzlich stehen.

Vertraute Klänge! Eine Musik, die sie in einer fernen Zeit oft gehört hatte, die Erinnerungen aus früher Jugend weckte, eine jubelnde, sieghafte Melodie.

Immer näher, immer brausender klang die Weise. Und laute Stimmen sangen dazu:


»Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt –«


Annemarie lief an das Fenster, riß die Flügel auf und mußte sich dann mit beiden Händen aufstützen, um vor Freude nicht schwach zu werden. Da unten zogen sie vorüber – deutsche Truppen in ihren feldgrauen Uniformen, mit festen Schritten, zielbewußt und siegesstolz.

Die Kapelle voran. Dann die Offiziere mit gezogenen Säbeln. Die Soldaten mit ernsten Gesichtern, verstaubt von den nächtlichen Kämpfen, so manche mit einem Notverbande, durch den das rote Blut sickerte, Verwundete, die bei diesem Siegeseinzuge nicht hatten zurückbleiben wollen.

Deutsche!

Und die rauhen Stimmen sangen weiter:


»Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt –«


Die Tränen schossen aus den Augen Annemaries.

Dann kam eine Gruppe vom Roten Kreuz.

Ein junger Militärarzt ritt an der Spitze.

Und als Annemarie Brandenstein dieses Gesicht sah, da tauchte plötzlich das Eckfenster in der kleinen Stadt, der Marktplatz in ihrer Erinnerung auf, und unten zog das Doktorle vorbei.

Sie hatte ihn erkannt!

Da drängte alles zu ihrem Herzen, die Sehnsucht, die Neue, der Jubel des Wiedersehens.

Und laut schrie sie hinab: »Doktorle – Doktorle!«

Der junge Arzt hob erstaunt den Kopf. Doch sofort hatte er die Rufende erkannt – auf den ersten Blick!


* * *


Wie ein Traum war alles gewesen.

Nun saß Annemarie Brandenstein in einem Zimmer des Spitals, das dem Roten Kreuz überwiesen worden war. Und ihr gegenüber saß das Doktorle.

Der junge Arzt hielt ihre Hand. »Nun ist alles vorbei, was Sie in der Fremde, im Feindesland erleiden mußten. Wenn Sie in Ihre Heimat zurück wollen, so kann ich Ihnen einen Paß verschaffen.«

»Nein! Ich will nicht mehr fort. Hier will ich bleiben. Unter dem Roten Kreuze möchte ich dem Vaterlande meine schwachen Kräfte zur Verfügung stellen. Können Sie mich nicht brauchen?«

»Sehr gut sogar. Aber der Dienst im Zeichen des Roten Kreuzes ist nicht leicht und –«

»Ich weiß es. Aber ich werde tapfer sein. Sie sollen zufrieden sein mit mir.«

»Wie danke ich Ihnen für diesen Entschluß, Annemarie! So weiß ich Sie wieder in meiner Nähe. Und wie ich daheim bei allen Kranken eine glückliche Hand hatte, wenn ich Sie vorher sah, so wird mir diese glückliche Hand in der nun kommenden schlimmen Zeit treu bleiben. Nur Ihrer Mutter hatte ich nicht helfen können, denn –«

»Ich weiß es, daß es bei der Mutter keine Hilfe mehr geben konnte. Jetzt weiß ich es und sehe es ein, wie töricht ich gewesen bin. Verzeihen Sie mir!«

»O Annemarie – verzeihen soll ich dir! Wie sollte ich nicht verzeihen, wo ich so unendlich liebe!«