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08. Oktober 2007

Rudolf Baumbach – Der Satiriker     Zur Biographie


aus: Krug und Tintenfaß, J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1908, S. 101




Neulich auf wenig betretenem Pfade
Schritt ich durch die Gebüsche dicht,
Sang dabei wie die Springcicade
Gut oder schlecht, ich weiß es nicht.
Plötzlich bekam ich einen Schlag,
Daß ich betäubt am Boden lag.
Wie ich erwacht aus Schmerz und Schrecken
Meinen Feind am Kragen will fassen,
Zieht ein Kerl mit knotigem Stecken
Lächelnd den Hut und spricht gelassen:
›Drum keine Feindschaft, Herr Lyriker,
Wisset, ich bin Satiriker.‹





20071008_Sartiriker