ngiyaw-eBooks Home

3. April 2008

Dimitrie Bolintineanu – Des Popen Tochter – Fata popii     Zur Biographie


aus: Das Buch der Liebe, herausgegeben von Heinrich und Julius Hart, Verlag von Otto Wigand, Leipzig, 1889, S. 444

Aus dem Rumänischen übertragen von Spuller.


Des Popen Tochter.

Wäre ich ein Pascha heut',
Zög' nicht an ein goldnes Kleid,
Baut' mir auch nicht von Granit
Ein Serail, d'raus Reichthum sieht,
Gärten nicht voll gold'ner Pracht,
Von Eunuchen wohlbewacht,
Braucht' kein Harem mit Kadinen,
Keine Barke mit Gardinen,
Doch beim Barte des Propheten
Schwör' ich – mag mich Allah tödten!
Wär' ich Türk und Pascha gar,
Böte auf ich meine Schaar,
Bräche rasch in Galacz ein,
Raubt' des Popen Töchterlein,
Dieses Mädchen mit den feuchten
Augen, die so lieblich leuchten.




Fata popii

De–aş fi păşă sau vizir,
N-aş avea şileaf de fir,
Nici şeraiul de granit
Cu pridvorul aurit;
Nici bogate căicele,
Nici eunuci privighetori,
Nici harem cu cădânele,
Nici grădini cu scumpe flori;
Dar mă jur pe prooroc,
sa mor fără de noroc,
aş veni la voi aici,
Cu o ceată de voinici,
şi-aş fura, făr' de păcat,
Fata popii din Galați,
Cu păr negru şi bogăt,
Cu ochii dulci şi lăcrimăți!





20080403_Dimitrie Bolintineanu - Des Popen Tochter