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24. November 2008

Ludwig Christoph Heinrich Hölty – Der Kuß.     Zur Biographie


aus: Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Gedichte, Neu besorgt und vermehrt von Johann Heinrich Voss, Carl Ernst Bohn, Hamburg, 1804, S. 114.


Der Kuß.

Unter Blüten des Mais spielt' ich mit ihrer Hand,
Kos'te liebend mit ihr, schaute mein schwebendes
Bild im Auge des Mädchens,
Raubt' ihr bebend den ersten Kuß.


Zuckend fliegt nun der Kuß, wie ein versengend Feur,
Mir durch Mark und Gebein. Du, die Unsterblichkeit
Durch die Lippen mir sprühte,
Wehe, wehe mir Kühlung zu!





20081124_Ludwig Christoph Heinrich Hölty - Der Kuß.