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16. Februar 2009

Aristide Bruant – Die rote Rosa.     Zur Biographie


aus: Lieder aus dem Rinnstein, Herausgegeben von Hans Ostwald, 2. Band, Karl Henckel & Co., Leipzig und Berlin, 1904, S. 131.

Die rote Rosa nach Aristide Bruant frei verdeutscht von Karl Henckell.


20090213_Lautrec_ambassadeurs,_aristide_bruant

Lautrec – Ambassadeurs, Aristide Bruant


Bin die Rosa ...! Mit mir geht Leichenludewig.
Meine roten Haare trag' ich à la Schneppenstrich.
Geh' ich vorüber, sagt man: »Die rote Rosa ist das
von der Rotengaß.«


Manche Männer seh'n alles schneeweiß und gut,
sind dösige Dickwänste, haben kein Blut!
Meiner hat Blut, sieht alles rot wie Haß
in der Rotengaß.


Sein Oller sah alles schwarz, der war
wie der Leichenträger im »Assommoir«.
Leichenludewig heißt er ja auch von das
in der Rotengaß.


Mein Lude hat seinen Sport, er sticht
einen Mann ab wie ein Karnickel, ganz schlicht,
nix Saft'ges bleibt übrig, sucht der sich mal was
in der Rotengaß.


Halt' ich so'n Herrchen im Winkel an,
steht er auf der Lauer ... rückt näher 'ran ...
Morgens findet's der Polizist blutklitschenaß
in der Rotengaß.





20090216_Aristide Bruant - Die rote Rosa