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28. Februar 2009

Felicia Hemans – Was da frei, das ist mein Traum.     Zur Biographie


aus: Buch der Freiheit, Herausgegeben von Karl Henckell, Verlag der Expedition des Vorwärts Berliner Volksblatt, Berlin, 1893, S. 479.

Das Gedicht Was da frei, das ist mein Traum übertragen von F. Freiligrath.


20090228_Henri Rousseau - Traum

Henri Rousseau – Traum


Was da frei, das ist mein Traum!
Eine Barke, fluthgewiegt,
Die sich Bahn macht durch den Schaum,
Wie ein Pfeil zum Ziele fliegt!
Dann ein Hirsch im grünen Wald;
O wie wirft er sein Geweih!
Tausend Bäche, klar und kalt –
Alles, alles, was da frei!


Dann ein Aar, der trotzig kreist
Um der schroffsten Berge Zug;
Ich erblickt' ihn jüngst im Geist,
Hörte rauschen seinen Flug.
Einen Strom schritt ich hinan,
Dicht umweht von Busch und Baum,
Ohne Segel, ohne Kahn –
Was da frei, das ist mein Traum!


Ein beglücktes Kind im Hain,
Das mit Blumen spielt und Reh'n;
Indier, die bei Sternenschein
Durch des Urwalds Dickicht geh'n;
Jauchzend Volk auf Siegesstätten,
Bogenschütz am grünen Baum;
O, mein Herz liegt wund in Ketten,
Und was frei, das ist mein Traum.





20090227_Salomon Hermann Mosenthal - Liebesbotschaft.